MACK im ZKM

Einzelausstellung vom 16. September 2023 bis 07. April 2024

Spiegelobjekte in der gleißenden Wüstensonne, flirrende Farbprismen in der Arktis, lichtreflektierende Stelen, magisch vibrierende Rotoren, gold und silbern strahlende Kuben, virtuelle Volumen, erzeugt durch elektrische Impulse: Heinz Mack, Künstler des Lichts, bringt die Lichthöfe 8 und 9 des ZKM auf vielfältige Weise zum Leuchten.

Die Ausstellung »Mack im ZKM« präsentiert wenig bekannte Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Einige Werke, die bislang nur selten ausgestellt wurden und teilweise sogar verloren gegangen sind, werden nun im ZKM rekonstruiert oder neu inszeniert. Darunter ist zum Beispiel die »Licht-Choreographie«, eine in dieser Art zum ersten Mal präsentierte Komposition aus verschiedenen, teils motorisierten Werken Macks, die ein multisensorisches, immersives Erlebnis kreiert, das Licht und Raum in Vibration versetzt und regelrecht zum Tanzen bringt. Auch beim »Sahara-Projekt«, das seit 1959 einen Fixpunkt in Macks Arbeit bildet und ihn zu einem Pionier der Land-Art in Europa macht, scheinen sich Raum und Zeit aufzulösen. Immer wieder bereiste der Künstler die Wüste, die dank ihrer grenzenlosen Weite ideale Voraussetzungen bot, um Licht in reinster Form in Erscheinung zu bringen. Auf einer großen, den Lichthof 9 fast ausfüllenden Sandfläche werden die Lichtphänomene, die aus dem Zusammenspiel von Macks Lichtobjekten und der gleißenden Wüstensonne entstehen, auch im musealen Kontext nachempfindbar. Beim »Sahara-Projekt« handelt es sich außerdem um eines der ersten medial gedachten Werke in der europäischen Kunst, da Macks Interventionen nur für die Zeit der Aufnahmen andauerten und danach fotografisch sowie im Film »Tele-Mack« der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

< Zurück